Ulrich Zehfuß

Singer-Songwriter/Liedermacher

„Ulis Wohnzimmer“-Show – zu Gast: Manfred Maurenbrecher!

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  • Preis: 14 Euro regulär, 9 ermäßigt.
  • Date: Fr, Mai 04, 2018
  • Zeit: 20:00 - 23:00
  • Austragungsort: Philipp eins, Johannesstraße 19, 67346 Speyer
  • Location: Speyer
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Programm-Flyer 2018 (PDF)

Mit Manfred Maurenbrecher begrüße ich in „Ulis Wohnzimmer“ eine echte Legende unter den klassischen Liedermachern, der mit dem Album „flüchtig“ gerade wieder einen hochrelevanten Beitrag geliefert hat. Hierzu eine Besprechung von Musikredakteur Hans Reul vom belgischen Rundfunk in Eupen:

Manfred Maurenbrecher: Zu früh

Album: Flüchtig

Seit beinahe vier Jahrzehnten macht Manfred Maurenbrecher Musik und schreibt Texte, die Poesie und Direktheit zu einer unvergleichlichen Einheit führen. Und dabei trifft er immer den Nerv der Zeit. Auch bei seiner aktuellen CD »flüchtig« . Hier singt er über Flucht und das Flüchten in den unterschiedlichsten Formen. Wir sind alle ständig unterwegs, körperlich wie gedanklich. Hoffentlich, möchte man in letzterem Fall nur sagen.

Veränderung zeichnet unser Leben aus. Wenn wir uns verändern möchten, dann machen wir das freiwillig. Zumindest meistens. Aber das trifft nicht auf alle zu. Andere haben gar nicht die Wahl. Sie müssen sich verändern, sie müssen flüchten, um überhaupt leben zu können. Hier geht es nicht um den feinen Luxus des Reisens, hier geht es um existenzielle Fragen. Dann macht man sich auf den Weg, dorthin, wo das Leben sicherer und schöner scheint.

Nur dass jene, die dort wohnen, die Lebensbedrohten nicht unbedingt mit offenen Armen erwarten. Dass sich Herr Saleh aus Homs auf den Weg gemacht hat, ist ja noch für viele, aber auch nicht für alle, nachvollziehbar. Aber muss es ausgerechnet jetzt schon sein. Es ist doch viel zu früh. Nein! Ist es nicht. Es wundert Maurenbrecher – und auch mich – dass es erst jetzt soweit ist. Die Frage ist eher: Warum hat es solange gedauert? Aber da muss wohl noch einiges passieren, damit dies den Besitzstandswahrern ein- und auffällt.

»Zu früh« ist eine auf den Punkt gebrachte Situationsbeschreibung. Es wird, so fürchte ich, noch lange dauern, bis Ibrahim, der Herr Saleh aus Homs bei uns angekommen ist und sein Wunsch endlich Realität wird: „Es tut so gut, dass sich mal gar nichts ändert und dass man einfach ohne Angst durch eine schöne Straße schlendert“. Dass wir uns diese schönen Straßen und manch andere Bequemlichkeiten auf Kosten von Menschen wie Herrn Saleh leisten können, haben die meisten hier auch schon vergessen. Gut, dass Maurenbrecher daran erinnert. Erst wenn Herr Saleh hat ankommen dürfen, dann wird auch er dieses uns so wohlige Gefühl des freiwilligen Veränderns erfahren können.

 

Als Spontangast konnte ich Susann alias Susanne Rees gewinnen, die spät, aber mit Macht zur Liedermacherin konvertierte. Ich freue mich auf ihre humorvollen, poetisch-witzigen Lieder über die Tiefen und Untiefen dieses Mann-Frau-Dings und überhaupt: Das Leben! Ein Chaos.